Medialität – feinstoffliche Klarheit

Medialität setzt eine meditative Grundhaltung voraus. Dieser Zustand bringt uns hinter die festgelegten Gedanken und Lebenskonzepte: „Meditation ist das Einfachste der Welt. Es bedeutet einfach nichts zu tun. Nicht schlafen, nicht träumen, nicht denken, einfach nichts. Besser gesagt, es ist ‚Nichtstuntun‘. Vielleicht ist es noch nicht einmal das, sondern nur das Nichtstun, ohne Nichtstun zu tun. Es geht darum zu schauen, was da ist, wenn wir das ‚ich‘ weglassen. Man könnte auch sagen, es ist einfach sein. Aber Meditation ist nicht ohne Objekt und auch nicht ohne Subjekt. Und weder das Subjekt noch das Objekt bist du, aber du bist auch nichts anderes.“(aus ‚Die Damaszener Trommel‘ von Christopher Ryan)

Spirituelles Coaching als ein vermittelndes Element zwischen den Welten ist eine uralte schamanisch-mystische Praxis und schliesst Medialität mit ein. Bei der medialen Beratung verbinden wir uns energetisch mit der Bewusstseinsebene des Lichtes und der Liebe. Die Worte und Bilder, die empfangen werden, unterstützen Sinnfindung und Entscheidungsfreiheit. Die Antworten sind keine absoluten Wahrheiten. Sie sind Tore zur eigenen Intuition und zu innerer Klarheit und ermächtigen, den individuellen Lebensweg zu gestalten. Der Dialog mit Lichtwesen ist ein gleichzeitiges Verschmelzen mit der Herzebene. So können wir unser Leben im Bewusstsein und Vertrauen gestalten, dass wir beschützt und begleitet sind. Die Stille und das  Schweigen hinter den Worten sind spürbar. Die Ewigkeit der Seele schwingt mit, so dass wir uns fraglos im grossen Ganzen daheim fühlen. Mediale Gespräche sind oft eine Herausforderung an unser folgerichtiges Denken. Sie sollen nicht verstanden sein als Bring- und Holquelle, sondern als Resonanz mit der weisen Dimension, die alles vereint. Die Komplexität des Daseins ruft oft Widersprüche auf. Wir können lernen, den Widerspruch als schöpferische Kraft, die Wachstum ermöglicht und Wandlung schafft, wiederzuentdecken.

Jeder Mensch kann im Zustand des Lauschens in der Unmittelbarkeit selbst Fragen stellen, die sich beim Formulieren der Frage enthüllen und ihre eigene Antwort preisgeben. Alles, was wir um uns sehen, ist nur eine Widerspiegelung dessen, was in uns liegt, in unseren Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen und Identitäten. Das, was wir sind, was uns wirklich ausmacht, wird wichtiger und steht zum Teil im Gegensatz zu dem, was bis jetzt gedacht wurde. Nach einem Gespräch richtet sich das Streben oft danach, die Lebensfreude zu erwecken und das Lebensfeuer zu entfachen. Vertrauen ist die stillste Art von Mut und drückt sich in strahlenden Augen aus.

 

Dialog-Verbindung-Verschmelzung mit Verbündeten:

Die eine Möglichkeit ist der Dialog mit der verbündeten Gestalt ausserhalb seiner selbst. Sobald diese Kraft in jemandem wach ist, fällt die Projektion weg. Die letzte Projektion ist die individuelle, ewige Seele, die sich in der Ewigkeit auflöst.

Eine andere Möglichkeit ist die positive Besetzung: eine verbündete Gestalt nimmt sich der Gestalt eines Menschen an, seiner Stimme und seinem Wirken. Es verändert das Aussehen und das Reden. Dies geschieht meist in Trance, auch der Power Dance ist eine Form der Verschmelzung mit dem verbündeten Geist. Der besetzte Mensch kann oft nachher nicht mehr stehen und braucht einen Moment, um wieder zu sich zu kommen.

In meiner Arbeit ist es eine Kombination: Ich bin mir meines Körpers nicht mehr bewusst, habe jedoch ein Bewusstseins des Daseins, obwohl die Wände und Gegenstände im Raum, sich in der Weite auflösen. Ich sehe helles gold-weisses Licht, höre mein Reden und Singen und staune gleichzeitig darüber, was aus mir herauskommt und kann mich nur vage an gemachte Aussagen erinnern, viel stärker ist die Präsenz der Lichtebene als Inspirationsquelle der Kraft zur eigenen Klarheit.

Wichtig und wesentlich ist es, dass wir wissen, mit welchen Kräften wir uns einlassen und mit welcher Absicht wir uns verbinden oder verschmelzen. Es sind mystische Vereinigungen von Himmel und Erde, die alle Trennungen auflösen. Verbündete unterstützen uns jenseits der Schleier weltlicher Beschränktheit. Es bedarf unserer Zustimmung, dass dies geschieht. Wichtig ist die innere Haltung mit aufrichtiger Selbstreflektion und der Bereitschaft, mit offenem Herzen mitten im Leben zu stehen. So ist es durchaus möglich, Heilige, Engel und Verbündete nach ihren Fähigkeiten auszusuchen und von ihnen eindeutige Bestärkung und neue Erkenntnisse zu erhalten.

Dieses Kanalisieren der Energie, das ‚Gesehene’ und ‚Wahrgenommene’ zu verstehen, zu differenzieren und zu integrieren, ermöglicht uns das aktive Nutzen der Kraft zur Lebensbewältigung und Alltagsveränderung. In der Medialität sind Worte Träger unseres Seelenlichts und Echo aus weiser Quelle, Wortinhalte werden leichter zugänglich. Die Fähigkeit zur Bewusstseinserweiterung tragen wir alle in uns, zum Wohle von uns und allen andern Lebewesen.

Für das liebende Auge ist alles wirklich und wertvoll. Diese Liebe ist weder sentimental noch naiv. Das liebende Auge vermag sogar Leid, Schmerz und Gewalt zu wandeln und zu erneuern.

Dieses Wirklichkeitsdreieck kann uns aufzeigen, wie wir die Wahl treffen an unserer Wirklichkeit mitzugestalten.

Der Dreifachanker irdischer Seelenbindung:

dreieck-1Bewusstsein (Vision) – Seelenwesen (Mythos) – Handeln (Verbündete)

 

Das erfüllte Dasein ist das Grundrecht eines jeden Lebewesens.

Der eigene Seelenpfad ist eine Reise und im spirituellen Coaching erlebe ich mich als Reisebegleiterin.

 

Welche Arten der Botschaftsübermittlung, Kraftübertragung kennen wir? z.B.:

  • Aus anderen Dimensionen empfangene Energieübertragung, in der eigenen verständlichen Sprache ausgesprochen
  • Automatisches Schreiben
  • Tanzen – Powerdance
  • Seelen- und Kraftgesänge, z.B. Oberton- und Untertongesang, Jodeln
  • Fremde Sprachen sprechen, oft Übersetzung eines zweiten Mediums
  • Seelenbilder zeichnen
  • Reine Kraftübertragung mit und ohne Berührung
  • In der Meditation und hinter dem Schleier des Schlafs

Manchmal halten die nüchternen Fesseln des Verstandes unsere Seelen fest. In der Begegnung mit Verbündeten und unserem Kern empfinden wir schnell ein Gefühl der Zuneigung für alle Menschen und alles Leben, wir sind an einem Ort wahrer Nähe im Licht. Darin erkennen wir uns, im doppelten Sinne, als Originale. Von Anfang an wird das Oberflächliche durchdrungen, und wir weiten uns in unbekannte Tiefen und grenzenlose Höhen. Diese Wirklichkeiten sind uns so nahe, dass unser Sein unspektakulär wird, und wir eine warme Geborgenheit des Augenblicks empfinden. Darunter fliesst die Strömung eines Meeres, das kein Ufer kennt. Liebe ist immer etwas Gegenwärtiges und Bleibendes. Manchmal schwemmen uns die stürmischen Wasser des Schicksals vom Riff des eigenen Verlustes hinaus in das endlose Sehnsuchtsmeer, wo wir dann für eine Weile untergehen. Wenn wir wieder auftauchen, ist das Weltbild wieder ganz. Noch immer haben wir in Sachen ‚Gefühle‘ ein Universum zu lernen. Diese medialen Gespräche fliessen wie ein kraftvoller Strom zwischen Himmel und Erde und in diesem Raum gibt es vielfältige Dinge zu besprechen. Sie sind immer lehrreich und tief berührend, befreien das Herz, bis es golden leuchtet.

Ein mediales Gespräch gibt Zugang zur eigenen natürlichen Autorität. Oft genügt es, wenn wir im Stillen unsere Absicht dem grossen Rhythmus aller Dinge übergeben, wenn wir dabei beobachten und abwarten, um dann unsere Entscheidung auf der Grundlage dessen zu treffen, was wir in jeder Situation für das Ganzheitlichste halten.

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Gedanken zur Liebe und der Liebe zum Leben:

Liebe ist dieses tiefste Gefühl, das jedem von uns eigen ist und über jeden von uns hinausgeht. Sie ist es, die zu uns spricht, wenn alle Worte versagen, und sie leitet uns, wo der Verstand sich verirrt. Sie ist es, die weiterbewegt, wenn das Leben unmöglich erscheint. Liebe ist nichts, was gelehrt werden kann, was erschaffen wird oder vergänglich ist. Menschliche Liebe sollte wie ewige Liebe sein, voller Geduld, Fürsorge, Gnade und Bedingungslosigkeit. Heil-Sein umhüllt alles, und wenn Weisheit es notwendig macht, kann es sogar sein, dass Heil-Werden als Prozess nicht verstanden wird. In der Liebe werden die Sinne auf eine ganz bestimmte Art eingesetzt: Liebende Ohren hören mehr, und liebende Augen sehen überall Schönheit. Liebende Berührung schafft immer Wohlbefinden. Hingabe in das Eine ist das Ziel, dem wir im Strom der Liebe folgen. Es ist die Abkehr der Seele von unseren kleinen Wegen des Egos und ihr Einschwenken auf den erleuchteten Pfad der ewigen Seele.

Das Gefühl, von der Liebe getrennt zu sein, ist auch immer wieder ein Umdrehen des Kelches des Lebens, damit er aus der Quelle neu gefüllt werden kann. Liebe ist die Kraft, die den Kelch zur Quelle trägt. Es gibt einen Zustand, in dem wir keinerlei Vorstellung mehr haben, wohin die Strasse uns führen wird. Wichtig ist, dass es eine Strasse gibt, unsere Strasse, und wo immer auch diese im Alltag hinführt, wir ihr folgen. Sie führt immer zur Quelle.

Es gibt ein feinstoffliches Verbundensein, in dem wir uns in einer besonderen Weise an Plätzen geborgen oder zu Hause fühlen, an denen sich z.B. früher vertraute Menschen aufgehalten haben. Solche Verbindungen mit dem Leben sind frei von profanen Reibungen und Abnutzungen, die im physischen Zusammensein oft lauern. Die Gemeinschaft des Geistes bleibt bestehen, unabhängig von der zeitlichen Entfernung zwischen den Formen der Liebenden. Es ist eine besondere Vertrautheit, die sich bildet, wenn wir Menschen andere Menschen als Verbündete auf dieser Erde wissen. Wir besitzen einen natürlichen Hang zu den Wegen der Liebe, und die Liebe gibt uns ein Unterscheidungsvermögen, das unser Tun bereichert und dem Alltag neue Farben verleiht. Liebe ist eine wunderschöne Bewegung, die wie eine Welle nicht festgehalten werden kann. Sie ist ein unsichtbarer Ozean, der uns umgibt und in dessen zeitlose Ebbe und Flut wir in seltenen Augenblicken der Unbefangenheit hineingezogen werden. Liebe als Impuls, Trennung aufzuheben, ist alles um uns herum, unbeschreiblich und gleichzeitig unentrinnbar, wie die Luft. Sie hilft uns hinter die Sterne des eigenen Himmels zu gelangen, um noch einen viel grösseren Himmel zu finden und im Meer der Ungewissheit nach Perlen zu tauchen. Innere Erregung ergreift uns, als Vorbereitung auf etwas ganz Spezielles. Der Liebe ist nichts hinzuzufügen und nichts wegzunehmen. Es geht nicht darum zu sagen: ‚ich liebe dies und ich liebe jenes‘. Wenn Liebe ein Ziel findet, ist dieses Objekt nichts anderes als die Wirklichkeit der Liebe selbst. Wenn Liebe ein Ziel hat, dann ist es die Schönheit, sie soll sich ausdehnen und alles in der Grenzenlosigkeit von Liebe und Einheit verschmelzen lassen. Wenn sich zwei Verbündete, auch aus verschiedenen Dimensionen, in echter Liebe begegnen, läuft die ganze Gnade der Liebe zwischen diesen Wesen hindurch, in der Gewissheit des Angenommenseins und des Annehmens.

Joseph Freiherr von Eichendorff: „Mondnacht“

Es war, als hätt‘ der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

 

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